"VQA" - LED (RFT): Lichtstärke

13.08.2026 17:14 #91833
Hallo Zusammen,

heute mal eine Frage zu den alten LED's, welche in den RFT-Geräten verbaut wurden.
Ich habe hier einen SKR550, dessen Skala ist beleuchtet, die Uhr als "Option".

Nun die Frage zur Lichtstärke, ich habe 3 Bilder gemacht

bei normalem Zimmertageslicht: LED's aus

LED_Aus.jpg



bei normalem Zimmertageslicht: LED's ein
man sieht leicht den Unterschied

LED_Ein.jpg

und bei völliger Dunkelheit / in Echt wirkt es nicht so hell, erstaunlich was Handykameras so rausholen

LED_Ein_Dunkelheit.jpg

Nun zu meiner Frage und Anliegen, nehmen wir das Bild 2 als Ausgangsbasis.

Frage:
- bauen die LED's in der Helligkeit ab? Immerhin sind sie ca. 40 Jahre als, brennen die bei Betrieb ab?
- könnte man erwarten, das neue RFT-LED's sichtbar heller sind?

neue superhelle China-LED's möchte ich auf keinem Fall verbauen, ich mag den Bonbon-haften grellen Farbton nicht, es müssten dann passend auch die LED's der Pegelanzeige getauscht werden und passt einfach nicht ins Gesamtbild.

Kurzum,
wenn neue VQA's keine Besserung bringen, dann würde ich es so lassen.
Gruss Jürgen

VQA 13 - VQA 33.jpg

VQA 16 26 36 46 Datenblatt.jpg

VQA 18 - VQA 38.jpg
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Viele Grüße aus Leipzig
13.08.2026 18:09 #91834
Die bauen ab, wie jede LED.

Neu eingebaute RFT-LEDs (der gleichen Gruppe versteht sich) könnten heller sein.

Man sieht das Phänomen an alten Radio- und Digitalweckern. Wenn die jahrzehntelang 24/7/365 gelaufen sind erscheinen die roten LED-Displays oft ziemlich dunkel.

Aber dazu müsste der SKR seit Jahrzehnten in täglicher Benutzung gewesen sein. An meinem RS5001 ist mir der Effekt trotz fast täglichen Betriebs bisher nicht aufgefallen.

Das Problem wird sein, VQAx8 etc. oder mechanisch passende uralte rechteckige West-/Fernost-LEDs noch zu bekommen.

Neue LEDs egal ob aus CN oder Südkorea oder von sonstwo gehen hier überhaupt nicht, da die A277 von Haus aus viel zu hohe Ströme für sie liefern. Das Ergebnis wäre ein völlig inakzeptables grelles Geblende. Diese Erfahrung durfte ich mit dem KA2284 schon machen, der 15mA durch jede LED schickt. Der A277 lässt sich an Pin 2 zwar zwischen 0 und 10 mA einstellen, könnte man nachrüsten, aber dann sind die Geräte verbastelt.

Ich bin der Meinung - lohnt nicht

Grüße R.

PS Hier nochmal die Lichtstärkegruppen für DDR-LED.

Liste_DDR_LED_Lichtstaerken.jpg
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Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
13.08.2026 19:46 #91836
Kanuspezi schrieb:Kurzum,
wenn neue VQA's keine Besserung bringen, dann würde ich es so lassen.
Gruss Jürgen

OC hat es ja schon ganz gut zusammengefasst, ich rate dir: LASS ES ! Selbst nagelneue LEDs sind / waren unterschiedlich hell in den LED Ketten der verschiedensten Geräte.
Das war schon immer so. Ursache war mal abgesehen von starken Qualitätsschwankungen, sowohl bei den " Treiberbausteinen " als auch bei den LED, eine eigentlich nötige,
aber unterlassene vorherige Selektion... ( wer sollte das früher auch machen.. ) Bei der TKO hat man nur stichprobenartig geprüft, ob sie überhaupt leuchten...
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Beste Grüße
Audi
13.08.2026 19:52 #91837
OK, Danke für die Antworten,
ich werde mir noch einen kleinen Vorrat hinlegen, bevor die Quellen versiegt sind.
Gruss Jürgen
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Viele Grüße aus Leipzig
13.08.2026 21:36 #91838
Es gab ja die Selektion mit den Lichtstärkegruppen und innerhalb einer Gruppe wurde max. 1:2 Helligkeitsdifferenz zugelassen, siehe obige Liste. So schlecht war das nicht, aber bei genauem Hingucken eben doch zu erkennen.

Das WFB kämpfte wohl auch mit der Ausbeute seiner Produkte. Wen wundert's, schließlich hatte man die Ausbeutung ja gerade erst abgeschafft...
8o

Leider gibt es im Schaltplan keine Angaben zu den eingesetzten Lichtstärkegruppen. Man verbaute wie so oft das, was gerade verfügbar war...

Und wenn dann dummerweise die VQA18 aus dem A-Beutel neben VQA28 aus der F-Tüte eingelötet wurde sah das Erscheinungsbild nicht so berauschend aus. Noch schlimmer, wenn A und F bei grün gemischt war, oder ein Kanal A und der andere F. Ich denke nicht, dass das so extrem vorkam, dann hätte die vielgescholtene TKO (die ich bei heutigen Produkten manchmal schmerzlich vermisse) dann wohl doch eingeschritten.

Die Konstantströme dagegen, welche die Ausgänge des A277 lieferten, streuten untereinander kaum. Am "Leuchtdiodengrab" RS5001 kann man das gut beobachten.
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15.08.2026 20:09 #91845
OC871 schrieb:Man verbaute wie so oft das, was gerade verfügbar war...

Ja, so war das. Mit der Selektion, habe ich die Bestückungskräfte / Löterinnen am Band gemeint. Die haben eben das genommen, was in der Kiste lag.
Selektiert wurde natürlich auch in den DDR-Betrieben bei LED nach Helligkeits und Stromklassen direkt bei der Produktion.
Zur TKO nur noch eine Anmerkung, die Mitarbeiter waren teilweise schon streng und haben bei zu großen Abweichungen aussortiert und die Teile kamen
in die Kiste für B- Ware oder in die Bastelläden als Amateurware. Dumm nur, wenn die geforderten Stückzahlen nach 3 Schichten nicht stimmten, da wanderte
so manch Aussortiertes wieder in den normalen Kreislauf ;)
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Beste Grüße
Audi
16.08.2026 13:56 #91846
Ich war ja auch selber als Aushilfe am Fließband tätig und muss die Mädels in Schutz nehmen. Selbst wer fachlich in der Lage war sein Tun zu überdenken, er hatte keine Zeit dazu. Die Normen in den RFT-Werken waren hart und wurden ständig erhöht. Als Gründe wurden höhere Planziele und "Routine" angeführt. Ich erinnere mich noch gut an Brigadeversammlungen, die bei den Ausführungen des Abteilungsleiters mit einem deutlichen Grummeln und Stöhnen der Belegschaft einhergingen. Den Mund richtig aufgemacht hat freilich keiner, die persönlichen Folgen für künftige Prämienzahlungen, Urlaubsplätze etc. waren absehbar. Für mich das, was andernorts als "Akkordarbeit" bekannt war.

Haken dran - (hierzulande) Geschichte.
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Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
16.08.2026 19:04 #91847
OC871 schrieb:Für mich das, was andernorts als "Akkordarbeit" bekannt war.

Ja, dass waren sogenannte Stücklöhner und diese hatten schon deshalb meinen vollsten Respekt. Geschenkt wurde denen nichts,
wenn die Normer kamen, konnte schlichtweg nichts Gutes dabei rumkommen...
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Beste Grüße
Audi

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