Es gab keinen U8860.
Der U886 gehörte zur Familie des U881, der quasi ein nicht lizenzierter Nachbau des VEB Mikroelektronik "Karl Marx" Erfurt (MME) vom Z8 (Zilog) war. Der U886 war ein Anfalltyp, bei dem der interne ROM fehlerhaft bzw. unbrauchbar war, es wurde ein externer ROM (z. B. als EPROM) gebraucht. Das B hinter dem U stand für die (maximale) Taktfrequenz von 8MHz. Es gab abgerüstete Varianten UC für 5MHz und UD für 3,6MHz, die billiger waren. Möglicherweise waren UA- oder U-Versionen mit 10 oder 12MHz geplant.
Der Ux8860 hatte einen integrierten Quarz-Oszillator, der 8861 war für "Powerdown"-Betrieb vorgesehen. Siehe rfe 1987 Heft 9. Die mit der Kuhherde.
Dort ist der Zahlenschlüssel für die EMR gut erklärt.
Likes: 0
Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
12.12.2025 22:22#90595
Soweit ich mich recht erinnere, besaßen wir bei Textimaelektronik den UA880D, der mit 4MHz getaktet wurde.
Likes: 0
12.12.2025 22:45#90596
Na U880 ist was anderes (Z80). Nur eine CPU, kein EMR.
Der EMR Z8 hatte den Speicherkontroller und den Ein-/Ausgabe-Baustein (PIO) schon mit auf dem Chip.
Likes: 0
Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
13.12.2025 12:00#90597
Die Z8 haben ausserdem die Serielle Schnittstelle integriert.
Die Architektur ist ebenfalls anders als die des Z80.
Der U881 entspricht dem Z8601, der U882 dem Z8602 und der U884 demZ8612.
Der U883 hat in seinem internen ROM einen BASIC Interpreter integriert.
Grüße,
Andy
Likes: 0
15.12.2025 22:00#90616
Ja, war mir gar nicht aufgefallen, dass es ausschließlich um die 88XX ging. Sorry, ich hätte richtig lesen sollen