Höhenanhebung mit OpAmp

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    Es gibt 57 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von OC871.

    • Höhenanhebung mit OpAmp

      Hallo,
      Ich habe letzten Monat ein Röhrenradio mit eingebautem Plattenspieler repariert, und mit einem Bluetooth Modul nachgerüstet. Das Problem ist, es klingt einfach mit externem NF Signal dumpf, Radio ist ok, das liegt aber nicht am Lautsprecher, den habe ich am SV3930 getestet und da war er in der Lage, brilliante Höhen zu Produzieren.
      Ich habe auch schon mit dem Rolf einige Sachen durchprobiert, Kathodenwiderstand auftrennen, Kondensatoren tauschen, das bringt aber alles recht wenig.

      Wenn ich mit Easy Effects einen Highshelf Filter ab 7,5 kHz mit 10-13dB reinknalle, dann wird es anhörbar.
      Darum habe ich mir gedacht, warum keine Frequenzgangkorrektur vom NF Signal vom Bluetoothadapter durchführen, mit einem OpAmp sollte das doch bestimmt gehen, oder nicht. Ich glaube +10dB mit passiven Filtern wird schwer, da man da ja nur absenken und nicht aktiv anheben kann.

      Grüße Roman
    • Hallo Roman

      Die Bluetooth Dinger sind für ein Kopfhörerausgang konzipiert , daher niederohmig . In Kofferadios funktionieren sie gut , Röhrenverstärkereingänge sin meistens hochohmig..
      Hier wird eine Möglichkeit dargestellt , die man probieren könnte.
      Klangregelung für Röhren-Verstärker

      Gruß Retro
    • Hallo Retro,

      Wie du schon beschrieben hast, am Phonoeingang kam da nur sehr wenig.
      Ich habe das NF Signal vom Bluetoothmodul daher direkt an das Gitter der EABC80 gelötet, das hat eine große Verbesserung gebracht.
      Außerdem ist die EL41 rausgeflogen, da defekt, und wurde auf eine ECL86 umgebaut, da ich diese eh rumfliegen hatte. (Vorschlag von Rolf)
      Meinst du es ist realistisch, mit den passiven Schaltmöglichkeiten da so eine starke Höhenanhebung zu realisieren?

      Grüße Roman
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      • ECL86.png

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    • Hallo Roman

      Ich weis nun nicht, was du in deiner Ersatzteilkiste hast .Wenn das mit den Bluetoothmodul schon besser und lauter klingt , würde ich mit RC Glied paralel geschaltet versuchen die Mitten und Tiefen etwas abzusenken . Man muß etwas experimentieren . Andernfalls gäbe es noch eine Möglichkeit anstatt der Triode von der EABC80 die Triode von der ECL 86 zu verwenden.

      Gruß Retro
    • Vom Stereo-Kopfhörerausgang des DAB -Taschenradios gehe ich mit zwei kleinen 1:10-Übertragern auf den Diodeneingang des Rossini 6010 (ECC83-Vorstufe).

      Niederohmige Seite jeweils an den KH-Ausgang. Funktioniert einwandfrei.

      Ähnlich wie diese:

      reichelt.de/al/de/shop/produkt…_10_rm_10_x_12_5_mm-73042

      Grüße R.
      Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
    • Ja klar, aber das Röhrenradio bzw. sein Lautsprecher (wenn es denn ein Breitbander ist) macht ohnehin kaum mehr. Für den Goldpfeil habe ich auch etwas bessere Übertrager, aber die gibt es leider nicht mehr zu kaufen.

      Es ist auch nicht so, dass oberhalb von 10kHz alles abgeschnitten wird, nur gibt es dort den 3dB-Abfall.
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    • Habe mal ein bisschen an dem Gerät weiter gemacht, das Radio funktioniert ja schon länger, BT Modul ist auch schon eingebaut, und heute habe ich mal den Plattenspielemechanismus repariert. Das war nicht so einfach weil das Plastik gebrochen war. Der Teller eiert auch noch etwas, aber ich denke das liegt an einem alten Reibrad.

      Das Gerät ist sicher nichts besonderes und kann gegen ein Rochlitz Beethoven, Stradivari & co sicherlich nicht antreten, aber als Geschenk bzw zum ab und zu Musik hören reicht das sicher aus. Der eingebaute Breitbandlautsprecher hat auch einen erstaunlich guten Klang.



      Grüße Roman
    • Hmmm, ob Säubern da hilft?

      Beim Reibrad kommt es auf das verwendete Material an. Die Pirnaer Reibräder (Ehrlich/Phonomat und Delphin-Werk) z. B. sind allesamt verschlissen, währenddessen die aus dem Funkwerk Zittau (Ziphona) teilweise auch nach 50-60 Jahren noch einwandfrei laufen.

      Wie das bei den Westprodukten ist weiß ich nicht.
      Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
    • OC871 schrieb:

      Wie das bei den Westprodukten ist weiß ich nicht.
      das ist nicht anders als bei den DDR Geräten der 60iger Jahre.

      Das ist genau wie bei deinen Bandgeräten, du musst die gesamte Mechanik reinigen und neu fetten, die Lager werden geölt.

      Auch die Tonarm Aufhängung und Lagerung nicht vergessen.

      Die Zerfalls Erscheinung haben die Reibräder der 50iger und Anfang 60iger Jahre nicht.

      Du hast Glück das da kein Platten Wechsler eingebaut ist, das sind, zum Teil, Wunderwerke der Mechanik.

      Rolf
    • Das Problem ist auch, dass die Halterung vom Tonarm total abgebrochen ist. Ich hab das zwar geklebt aber so 100% optimal ist das nicht. Am besten wäre es das ganze Plastik Teil 3D zu drucken, das ist aber eine Arbeit für ein andermal.
      Geplant ist noch die EM 34 mit dieser Schaltung:
      jogis-roehrenbude.de/Roehren-G…Augen/Regener/Regener.htm
      Wiederzubeleben. Ansonsten geht das Radio aber ziemlich gut.

      Was mir auch aufgefallen ist, Westgeräte hatten ab 1952 meist schon Selengleichrichter oft die schwarzen AEG Türme, DDR Radios der 50er Jahre fast allesamt noch mit Gleichrichterröhre. Warum eigentlich?

      Grüße Roman
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    • Hallo Roman,

      da ist nichts wiederzubeleben (steht auch dort). Die Anodenspannungsverdopplung führt früher oder später zum völligen Verschleiß der EM34. Für gelegentlichen Betrieb kann man das versuchen. Oder man beschafft sich ersatzweise eine 6E5S, die es vor wenigen Jahren noch zum Schnäppchenpreis gab.

      Das mit den Selengleichrichtern ist mir bislang nicht aufgefallen. Vielleicht konnte man Röhren wie AZ11/12 und EZ11/12/80/81 kostengünstiger und in höheren Stückzahlen herstellen als Gleichrichter. Jedoch hatte schon eines der ersten Nachkriegsradios im Osten diesen Gleichrichter - der legendäre 1U11.

      Zudem wurde der viel öfter als Einweggleichrichter in Allstromradios als in den Zweiwegschaltungen der Wechselströmer eingesetzt.

      Grüße R.
      Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von OC871 ()

    • OC871 schrieb:

      Das mit den Selengleichrichtern ist mir bislang nicht aufgefallen. Vielleicht konnte man Röhren wie AZ11/12 und EZ11/12/80/81 kostengünstiger und in höheren Stückzahlen herstellen als Gleichrichter. Jedoch hatte schon eines der ersten Nachkriegsradios im Osten diesen Gleichrichter - der legendäre 1U11.
      Die Röhre hat in Röhren Geräten nur Vorteile, langsames ansteigen der Anodenspannung, ein unendlich großer Sperr-widerstand.

      Die Elkos haben länger gehalten, das Restbrummen ist niedriger.
      Selengleichrichter waren viel billiger und wurden so in den Mittelklasse Geräten auch in der DDR verbaut, erst in Brücken Schaltung konnten die Selengleichrichter die Röhren EZ80 und 81 ablösen.


      Rolf
    • Naja Rolf,

      bei den direkt geheizten AZ11 und 12 (die in den 50-ern gern verbaut wurden und zudem schön anzusehen sind) ist die Anodenspannung auch schnell angestiegen und die Brummspannung war wegen der Einkopplung der Heizwechselspannung durch die direkt geheizte Kathode in den Anodenstromkreis womöglich höher als beim Halbleitergleichrichter. Auch die Elkos wurden damit zusätzlich belastet.

      In den Goldpfeilen mit Selen (Capri + spätere Rossinis) brummt an sich (und deutlich) nur (rein mechanisch) der Trafo, wenn alle Teile i. O. sind. Auch in Intimo & Co..

      Grüße - R.
      Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
    • in einer Gleichrichter Brücke, die im Rossini und Capri verbaut sind, heben sich die Wechselspannungen auf und es muss eine 100Hz pulsierende Gleichspannung gesiebt werden.

      In Röhren Studio Technik wurde die EYY13 zur Brücke geschaltet.

      Auch in der AZ11 AZ12 wird der Wechselspannung Anteil von 2V in den Systemen aufgehoben, es muss eine 50Hz Gleichspannung gesiebt werden.

      Das ungünstigste ist die einweg Gleichrichtung mit Selen Gleichrichter, gefolgt von der UY11, UY4x und UY8x mit nur 25 Hz, in Allstromgeräten. Die brummen fast immer ein wenig.

      Rolf ,
    • Hallo Rolf,

      ich habe einen Weimar 6118/55 GWU hier, der brummt dank implementierten 68uF-Elkos in den alten Bechern überhaupt nicht.

      Dazu noch einen Bastei, auch dem habe ich das Brummen abgewöhnt.

      Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
    • ist das dein Weimar?

      Die Hersteller haben sich schon was einfallen lassen um das Rest brummen zu kompensieren.
      Anzapfungen am Ausgangstrafo in der Siebkette, Zusatzwicklungen in elektrodynamischen Lautsprechern, Gegenkopplung von der Sekundär Wicklung des Ausgangstrafo zum Lautstärke Poti usw.
      Bei einer Gleichrichtung mit Selen Gleichrichter oder Silizium Diode hat man jetzt den Vorteil, das es kein Problem ist größere Elkos zu verbauen, bis die Kiste nicht mehr brummt.

      Da sollte man bei Gleichrichter Röhren, zu vor, ins Datenblatt schauen.

      Rolf