Serviceunterlagen RS 5001

    Es gibt 44 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von volker1.

    • Ich schick dir die SA heute Abend. Nach dem Piezo-Wechsel genügt ein Abgleich der (UKW-) ZF. Am Tuner (Eingangsteil, ausgenommen die beiden ZF-Filter dort) sollte nur der rumschrauben, der genau weiß, was er tut. Dort ist schnell mehr Schaden als Nutzen angerichtet, v. a., wenn man versehentlich den Oszillator-Kreis erwischt.
      Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
    • Danke für die Erleuchtung zum gelben Punkt auf DDR-Filtern.
      Die Murata-4-Beiner aus den 90-ern sind okay. Ich habe schon etliche dieser Filter verbaut. Immer mit besten Ergebnissen. Alte DDR-Filter sind Glückssache.
      Ich hatte schon einwandfrei funktionierende Filter und auch Schrott in meinem Altteile-Bestand (waren vorher nie verbaut). Man muss sie halt prüfen.
      Diese 4-Beiner , z.B. aus der Bucht: 10x Keramik-ZF-Filter Murata Typ SFJ 10.7 MA9K-A, 10.7 MHz f. FM Radio / Tuner | eBay.de , wenn es genau (fast) genau 10,7MHz sein sollen,
      kann man bedenkenlos nehmen. Auch die 3-Beiner gehen gut.
      Wie OC871 schon richtigerweise schreibt: Am Tunereingangsteil Typ 7 nicht so sehr spielen.
    • Es wird vermutet, dass in Folge eines technologischen Fehlers durch Kapillarwirkung Feuchtigkeit in die Hermsdorfer Filter eindringen konnte und diese deswegen nach und nach zerstört wurden.

      In anderen Foren wird behauptet, dass die Filter wegen des hohen Bedarfs seinerzeit nicht ausreichend vorgealtert waren. Dies allerdings glaube ich nicht, da die Alterung zwar die Mittenfrequenz etwas verschiebt, aber wohl kaum die Filterwirkung verbessert. Zudem hätte dann ein kleiner Nachabgleich genügt um die üblichen Empfangsergebnisse zu erzielen.

      Vielleicht eine Ausrede der verantwortlichen Technologen...

      Gruß OC
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    • Hallo hier kommt die erste Erfolgsmeldung :)
      Die Piezo-Filter kamen Donnerstag an und ich habe im RS 5001 (nach dem Wechsel der vier Sicherungshalter) das RFT-Filter ausgelötet, eine Fassung eingelötet (für eventuelles, nochmaliges Wechseln) und einen Murata-Dreibeiner rot (genau 10,7 Mhz) eingesetzt. Danach war der Empfang um Welten besser! wesentlich mehr Stationen mit drei/vier LEDs und eine Hand voll mit 4 LEDs und in Stereo. Das war also schon mal absolut richtig. Beim Einlöten der Fassung ist mir aufgefallen, dass da wohl weitere Filterbauformen vorgesehen wurden. Man muss ein wenig aufpassen auch alle nötigen Leiterzüge mit Zinn zu verbinden um den Signalpfad wieder herzustellen (nach dem Auslöten war erst mal Zinnentfernen nötig und dabei sind alle beabsichtigten Brücken natürlich verschwunden). Hab das RFT-Teil mal zur Übersicht neben die Lötstellen gelegt.

      Es rauschte bei Stereo noch merklich, da bin ich mir nicht sicher ob das nun nicht doch an der Kellerlage liegt, oder an der verschobenen Filterfrequenz (der von RFT mit gelb sollte 10,85 MHz haben).
      Gestern hab ich mir dann mal schnell die Filterkurven eines zweiten Murata und das alten RFT angesehen. Zur Dämpfung kann ich noch nichts sagen, war wie gesagt nur mal schnell zwischendurch ohne ausmessen. Der Murata liegt schön bei 10,70 MHz und ist bei -6 dB etwa 400 kHz breit, der alt ist wohl eher nicht mehr als Filter zu bezeichnen.

      Wenn ich wieder Zeit habe, dann mache ich mich mal an den Abgleich der L501und L502, und dann evtl. noch an die zwei Kreise im Tunerausgang.
      Vielen Dank auf jeden Fall schon mal für die Hilfe hier!
      Liebe Grüße Erik
    • Hallo Eric,

      die heute noch erhältlichen Restbestände der muRatas sind meist sehr breitbandig. Den damaligen Ansprüchen hätten sie keinesfalls genügt. Viele DDR-Bürger (wie z. B. ich) legten damals Wert auf hohe Trennschärfe, um die "Feindsender" aus dem damals goldenen Westen einigermaßen erträglich empfangen zu können.

      Dazu wäre das eingebaute Filter mit fast 400kHz Bandbreite nicht geeignet gewesen. Zum Vergleich, das Frequenzraster auf UKW ist gerade mal 100kHz breit.

      Vermutlich sind die schmalbandigeren Filter (muRata hat viele Typen ab 56kHz Bandbreite hergestellt) längst ausverkauft.

      Doch die breitbandigen Filter haben auch einen unbestrittenen Vorteil, die Qualität des Stereosignals (z. B. Übersprechdämpfung oder Klirrfaktor) wird etwas besser.

      Ein Nachabgleich ist auf jeden Fall nötig. Vermutlich macht die AFC durch den Fehlabgleich nicht dass, was sie tun soll.

      metatechnisches-kabinett.de/radio/ukw/zf-filter/

      ukwtv.de/cms/files/artikel/Quarz-Ker-Filter.pdf

      Gruß OC
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von OC871 ()

    • Guten Morgen OC!
      400 kHZ Breite bei -6 dB ist schon ziemlich viel, hier liegen die meisten Sender zum Glück nicht so eng nebeneinander. Wie Du schon sagst gibt es aber kaum schmalere. Wenn ich welche finde ist ein Tausch ja nun durch die Fassung ziemlich einfach. Da könnte man auch mal zwei hintereinander anschließen, was dann natürlich wieder mehr dämpft.
      Die "Feindsender" waren bei uns gut zu empfangen, waren ja im wahrsten Sinne des Wortes in Sichtweite (Berlin eben). Herumlaufende Eltern waren da eher ein Problem, weil dadurch der Stereo-Empfang mal aus und wieder an ging ;) blöd wenn man grad was aufnahm...
      Die AFC habe ich ein- und ausgeschaltet, da passiert nun nicht mehr viel. Im alten Zustand hat die noch etwas gezogen (eine "halbe" LED), jetzt habe ich das Gefühl, sie ist wirkungslos. Auch darum kümmere ich mich dann noch mal. Blöd ist, dass ich die bessere Messtechnik in meinem Labor im Institut habe, zuhause ist Alles etwas weniger tauglich. Das RS 5001 ist ja nicht gerade ein Leichtgewicht, was man mal eben hin und her transportiert.
      Eine Idee wäre, einen FM-Transmitter für MP3-Player o.ä. (gibt es komplett durchstimmbar von 87,5 bis 108 MHz) mit einem Sinus zu versorgen und damit über Antenne abzustimmen. Muss man sich eben nur immer eine Lücke zwischen den Sendern suchen. Die Amplitude kann man sicher bei den maximal 50nW Sendeleistung einfach durch Abstand ausreichend variieren.
      Liebe Grüße
      Erik
    • Kann man machen, aber ob sich das in Berlin lohnt?

      Hier habe ich einen "Abgleich für Arme" (sprich Nichtbesitzer von Messmitteln) beschrieben, den jeder zu Hause nach Piezofilter-Wechsel erledigen kann:

      SR3930 Piezo

      Fachlich sicher nicht korrekt, aber allemal besser als alles so zu belassen, wie es nach dem (in der Wirkung schwerwiegenden) Eingriff ist.

      Gruß OC
      Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
    • Lieber eDw.
      Mir erschließt es mir nicht, warum der Pizo Filter steckbar gemacht wurde.
      Ich habe das in einem SKR 700 mal umgebaut.
      Mit drei Leitung nach draußen, wo ich dann kurzfristig die Filter mal kurzfristig prüfen kann.
      Aber grundsätzlich werden diese Filter immer fest eingelötet.
      Mfg.sterabe
      =) =) Immer das beste draus machen!! Euer sterabe =) =)



      S3000
      S3930
      HMK100
      HMK200
      RK 8 senit, RX80, RX81, RX41, RX42,
      SKR, 700,701,720,730,1000,1200
      R4000,
      Annett, Babett, Minett, Sonett
    • Erik hatte in #26 geschrieben, dass er evtl. noch schmalbandigere Filter testen möchte, wenn er welche bekommt.

      Im Normalfall braucht man keine Fassung, im SKR700 wegen der Fest-AFC (die Fernempfang neben starken Sendern quasi unmöglich macht) sowieso nicht.

      Ich habe einen Selbstbau hier mit einer Fassung für wahlweise 3 und 4-polige Filter, um solche dort testen zu können.

      Sogenannte "DX-er" (also Freaks, die exotische Sender empfangen wollen) nutzen gern Fassungen, um bei Bedarf die Bandbreite für Fernempfang einengen zu können. Es gab in den 70-/80-ern (im Westen!) auch einige wenige, sehr teure Tuner mit umschaltbarer UKW-ZF-Bandbreite. Bei AM gab es diese Umschaltung auch an einigen Röhrenradios aus der DDR, z. B. am Rossini.
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    • Eigentlich hätte dort wegen Stereo auch ein 4-Beiner reingehört. Womöglich reichte die Produktion in Hermsdorf aber nicht aus.

      Die 4-Beiner sind 8-kreisig, die 3-Beiner 4-kreisig. Die achtkreisigen 4-Beiner haben steilere Flanken und sind deswegen für den Stereo-Empfang (in ungünstigen Empfangssituationen) besser geeignet, da Nachbarkanal-Störungen des MPX-Signals wegen der steilen Flanken schwächer ausfallen. Mit der Bandbreite hat das nichts zu tun.

      In Berlin wird man davon kaum etwas merken.
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    • OC871 schrieb:

      Erik hatte in #26 geschrieben, dass er evtl. noch schmalbandigere Filter testen möchte, wenn er welche bekommt.

      ...
      Richtig, genau, das habe ich vor!
      Hab mir dazu jetzt mal noch ein paar aus China bestellt mit angeblich 150 kHz und 180 kHz Bandbreite bei -3 dB, und werde diese nach Ankunft erst messen und dann sehen, ob sie so schmalbandig sind und wie es mit der Dämpfung aussieht ("meine" Murata haben übrigens -3 dB).
      Grüße Erik

      OC871 schrieb:

      ...

      Hier habe ich einen "Abgleich für Arme" (sprich Nichtbesitzer von Messmitteln) beschrieben, den jeder zu Hause nach Piezofilter-Wechsel erledigen kann:

      SR3930 Piezo

      Fachlich sicher nicht korrekt, aber allemal besser als alles so zu belassen, wie es nach dem (in der Wirkung schwerwiegenden) Eingriff ist.

      Gruß OC
      Danke für den Link!
      Nächste Woche komme ich wohl mal dazu mich an den Abgleich "ohne Messmittel" des RS 5001 zu machen!
      Gruß Erik
    • 3 bis 4dB Dämpfung entsprechen den angegebenen Kennwerten, auch für die Hermsdorfer Filter. Aus dem Grund hat man den ZF-Schaltkreisen A220 und 225 ein bis drei Transistor-Verstärkerstufen vorgeschaltet. Bis auf eine Ausnahme, das Küchenradio Streletta (das ohne Uhr).
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    • Neu

      So, gestern habe ich mich mal an den "Abgleich für Arme" gemacht und das RS 5001 danach abgeglichen. Das hat sich wirklich gelohnt, selbst ohne richtige Messtechnik konnte ich den Empfang nach Einbau des ZF-Filters noch mal deutlich verbessern! Die größere Breitbandigkeit des Filters hat hier in Berlin keinen negativen Einfluss auf den Empfang benachbarter Sender, denn da liegen kaum welche dicht beieinander. Ich kann jetzt (im Keller mit Dipolantenne) 21 Sender empfangen, die meisten davon in Stereo und die AFC zieht in beiden Richtungen richtig auf Mitte.
      Damit ist das RS 5001 wieder ein richtiger Genuss :)
      Die schmalbandigen Filter sind jetzt auch angekommen, die werde ich dann mal messen und sehen, ob ich in den HMK-T200 mit einem von denen oder dem gleichen Murata wie im RS 5001 versehe.
      Liebe Grüße
      Erik
    • Neu

      Hallo Erik,

      dann Glückwunsch zum Erfolg und Danke für die (leider hier und anderswo nicht selbstverständliche) Rückmeldung.
      :Rock

      Beste Grüße - der OC
      Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
    • Neu

      Hallo OC,
      danke für die Glückwünsche!
      Wenn einem so gut geholfen wird :Danke , dann gehört sich auch eine Rückmeldung.
      Davon bekommt so ein Forum ja auch Inhalt, viele lesen nur und kommen auch so beim Probleme lösen zum Erfolg!

      Ich hab mir jetzt mal die Unterlagen zum HMK T200 und mein Gerät angesehen.
      Bei meinem sind alle Lötbrücken offen, am Keramikfilter ist keine Farb-Kennung zu sehen.
      Ohne Brücken sollte das dann 10,54 MHz (gehabt) haben.
      Mein Murata Filter hat genau 10,70 MHz und damit müsste dann V604 (links oben) eine Brücke zum Mittellötpunkt bekommen oder?
      Ich habe mal nach Bildern der EMR Platine gesucht, man findet wenige, aber da sehe ich nie gesetzte Brücken, war das der Grundzustand? Ich hätte da eine Einstellung für genau 10,70 MHz erwartet, ist schließlich nur ein Lötpunkt...


      Liebe Wochenend-Grüße Erik
    • Neu

      Hallo Erik,

      wird denn (bei max. Feldstärke) die richtige Frequenz angezeigt?

      Bei Sendern wie BRF 91.4, 94.3RS2, 104.6rtl oder rbb 88.8 (die 4 kommen bei mir 200km südlich vom fetten B nur über DAB via Calau rein, von gelegentlichen Überreichweiten abgesehen) dürfte der Vergleich nicht allzu schwer fallen. ;)

      Grüße R.
      Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. (Sigmund Jähn, erster Deutscher im All)
    • Neu

      Hallo Volker,

      dann sollte das Display nach dem Abgleich um ca. 0,15MHz daneben liegen.

      Siehe #38

      Für Laien: Nicht die Empfangsfrequenz wird angezeigt, sondern die Differenz zwischen Oszillatorfrequenz und Zwischenfrequenz (ZF). So kommt es je nach Filter und eigentlicher ZF (nominal 10,70MHz) zu Abweichungen.

      Diese Abweichung wird mit der entsprechenden Lötbrücke korrigiert.
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